Den Garten bienen- und insektenfreundlich anlegen

Bienen und Insekten sind lebensnotwendig

Jeder Garten, ob groß oder klein, kann in ein Bienen- bzw. Insektenparadies verwandelt werden. Gärten werden immer kleiner, trotzdem können Gartenbesitzer Unterstützendes tun. Krumme-Naturgärten verrät, wie man im eigenen Garten zum Schutz der Bienen und Insekten beitragen kann. Ein bienenfreundlicher Garten zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass die passenden Pflanzen vorhanden sind.

Fast jede dritte Wildpflanze ist bedroht. Gründe für das Bienen- bzw. Insektensterben gibt es viele. Ohne im Einzelnen zu bewerten, lassen sich Beispiele nennen: Schadstoffe aus der Luft, Nährstoffbelastungen aus der Landwirtschaft, der Flächenfraß (pro Tag werden 320ha europaweit zubetoniert), die Zerschneidung des Lebensraumes durch z. B. Autobahnen oder Agrowüsten und der Klimawandel (Pflanzen blühen durch Temperaturverschiebungen zu anderen Zeitpunkten).

Auch wenn manche es vielleicht nicht gern hören: Wenig insektenfreundlich ist auch alles, was übertrieben kurz gemäht ist, zum Beispiel Rasenflächen, die permanent gekürzt werden. Dafür sind nicht zuletzt die Mähroboter mit verantwortlich. Besser wäre es, den Rasen so lange wie möglich wachsen zu lassen und erst dann zu mähen. Bienen und Insekten unterliegen Stress. Sie sind jedoch lebensnotwendig für uns.
Jeder Garten kann zum Bienen- bzw. Insektenparadies werden. Die Summe vieler kleiner bienenfreundlicher Pflanzungen kann ihr Nahrungsangebot deutlich verbessern. Für alle Blütenbestäuber ist es wichtig, naturnahe, ungefüllt blühende Pflanzen vorzufinden. Ein Großteil der blühenden Pflanzen sind gezüchtete Formen, sie haben oft gefüllte Blüten und sind daher nutzlos für Bienen und andere Insektenarten. In jedem Garten ist es möglich, zum Beispiel ein Insektenhotel oder Ähnliches zu bauen. Noch besser ist es, natürliche Aufenthaltsorte wie verrottetes Holz, Efeuhecken oder ein paar ‚wild gewachsene Ecken‘ im Garten stehen zu lassen. Gut eignen sich auch Kräuterschnecken. In den Hohlräumen sorgen die Insekten für ihre Kinderstube. Gewürz- und Küchenkräuter sind hervorragende Insekten-Lebensräume.
 

Grundsätzlich gilt bei der Pflanzenauswahl, heimische Pflanzen, wie z. B. Wildrosen, Felsenbirne, Kornelkirsche oder Schneeball, den gezüchteten Formen vorzuzuziehen. Gut geeignet ist auch jede Art von Beerensträuchern und Obstgehölzen. Ihr Nutzen ist ein mehrfacher: Anfangs sind sie ein Bienenparadies, später kann sich der Gartenbesitzer über die Ernte freuen. Und wenn nicht alles geerntet werden kann, sorgt wiederum die Tierwelt für den Verzehr. Wespen im Spätsommer kümmern sich um die ‚Entsorgung‘ von altem Obst. In den vergangenen Sommern sprach man oft von einer Wespenplage. Der Naturgärtner behauptet aber, dass durch die reichen Obstjahre die Natur selber dafür gesorgt hat, dass der Naturkreislauf wieder geschlossen wird, indem das Obst Insekten Nahrung bot. Besonders geeignet für Bienen sind auch Erdbeeren. Sie kann man in Rabatten oder auch in Hochbeeten anpflanzen.

Den größten Nutzen aber scheinen Bienen und sonstige Insekten von Blumenwiesen und Wildstaudenpflanzungen zu haben. Wer im Sommer schon einmal die Vielzahl von Schmetterlingen in solchen Pflanzungen gesehen hat, dürfte aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen sein. Aus der Fülle von Möglichkeiten hier nur einige Stauden: Lavendel, Salbei-Arten, Verbenen, Katzenminze, Storchenschnabel-Arten, Sonnenhut-Arten, Herbstastern, Glockenblumen, Ehrenpreis, Seifenkraut, Thymian und viele mehr. Eine Liste mit bienen- und insektenfreundlichen Stauden und Gehölzen lässt sich bequem im Internet herunterladen. Auf der Internetseite von Krumme-Naturgärten findet sich ein Bericht zur Pflanzart ‚New German Style‘ über großflächige Staudenpflanzungen. Diese Art von Gartenanlage eignet sich auch hervorragend zum Anlegen von bienen- und insektenfreundlichen Gärten. Ansonsten geben die Landschaftsgärtner von Krumme-Naturgärten gerne Auskunft über mögliche bauliche oder pflanzliche Veränderungen.